LahrKultur-Hefte

Abo A - StadtTheater Lahr

Faszinierende, anspruchsvolle Theater-Klassiker und aktuelle, moderne Stücke sowie jeweils eine besondere Opernaufführung bietet das Theater-Abo A.

Vom Theaterklassiker bis zum aktuellen, modernen Stück oder einer besonderen Opernaufführung - das Abo A bietet Ihnen an 7 Abenden anspruchsvolle und packende Inszenierungen mit ausgezeichneten Darsteller:innen und Ensembles.

Preise

Kategorie Abo-Preis Abo-Preis für Schwerbehinderte

 

1   98,00 Euro   78,40 Euro
2   88,20 Euro   68,60 Euro
3   73,50 Euro   58,80 Euro
4   49,00 Euro   39,20 Euro

 

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StadtTheater Lahr Diener zweier Herren

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09.10.2024, 20:00 Uhr

Parktheater
Kaiserstraße 107
77933 Lahr
07821/950210

Komödie nach Carlo Goldoni in einer lustigen und lustvollen Neuschreibung von John von Düffel. Lachen garantiert!

Wenn es daheim keine Arbeit gibt, muss man sein Glück in der Fremde suchen. Den ewig hungrigen Diener Truffaldino aus der Provinz Bergamo verschlägt es zu Gundolf. Der führt das Hotel-Restaurant „Zum goldenen Karl“ zusammen mit Rosi, seiner heiratsfähigen Tochter, und Blondina, einer ebenso resoluten wie italienischen Gastonomiearbeiterin.
Vom hungrigen Magen geleitet nimmt Truffaldino hier gleich zwei Jobs an, doch das Dilemma lässt nicht lange auf sich warten, ist doch einer der Herren ein schwedischer Filmproduzent und der andere ein seltsamer Mafioso, der sich als Herrin entpuppt, die wiederum dem feschen Schweden verfallen ist.

Das Meisterwerk der Commedia dell‘arte in einer lustigen und lustvollen Neuschreibung von John von Düffel, angesiedelt im Pforzheim der 70er Jahre, irgendwo zwischen Ekel-Alfred, Klimbim und typisch deutscher Gastfreundlichkeit! … Lachen garantiert!

Das Meisterwerk der Commedia dell‘arte in einer lustigen und lustvollen Neuschreibung von John von Düffel, angesiedelt im Pforzheim der 70er Jahre, irgendwo zwischen Ekel-Alfred, Klimbim und typisch deutscher Gastfreundlichkeit! … Lachen garantiert!

Originaltitel: Deux hommes tout nus, Deutsch von Jakob Schumann
Mit Rufus Beck, Peter Kremer u. a.
Regie: Steven Koop; Neues Globe Theater Potsdam

StadtTheater Lahr Der Wal - The Whale

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18.12.2024, 20:00 Uhr

Parktheater
Kaiserstraße 107
77933 Lahr
07821/950210

Hoch gelobtes, schmerzlich berührendes, aufwühlendes wie humorvolles Stück von Samuel D. Hunter.

Erst am emotional überwältigenden Schluss erfährt der Zuschauer, warum ein Aufsatz über Herman Melvilles Literaturklassiker „Moby Dick“ sich als wichtiger roter Faden durch die herzzerreißende Geschichte des Online-Englischlehrers für argumentatives Schreiben zieht. Nach einer persönlichen Tragödie ist der ehemalige Universitätsprofessor Charlie auf einer Couch in Nord-Idaho – wie Autor Hunter schreibt – »gestrandet«. Kontakt hat er nur zu seiner Krankenschwester, zu Elder Thomas, einem Mormonen, und seit kurzer Zeit wieder zu seiner Ex-Frau und seiner Teenager-Tochter Ellie. Dass das hoch gelobte, schmerzlich berührende, aufwühlende wie humorvolle Stück noch lange nach der Vorstellung für viel Gesprächsstoff sorgt, liegt nicht an dem monströsen Übergewicht Charlies und seinem himmelhohen Blutdruck, sondern an dem ungewöhnlichen Blick des Dramatikers auf seine Figuren und an seinem Talent, auf mehreren emotionalen Ebenen komplexe Charaktere zu erschaffen, die in Erinnerung bleiben. Wie Puzzleteile verbindet er in Szenen von großer Intensität Charlies gegenwärtigen Zustand mit den zerbrochenen Beziehungen zu Personen aus seiner Vergangenheit, die sein Leben schicksalhaft mitbestimmt haben.
Hunters für zärtliche und wütende, ernsthafte und humorvolle Nebentöne hellhörigen Dialoge kommen besonders in den Szenen mit seiner Tochter zur Geltung. Charlie möchte sie davor bewahren, durch Verlusterfahrung, Verachtung und Frustration in eine existenzielle Abwärtsspirale zu geraten und dadurch in ihrer Gefühlswelt so eingesperrt zu werden, wie er in seinem Körper.
(Birgit Landgraf)

Regie: Stephan Hoffmann
Mit Torsten Münchow, Derya Flechtner*, Rajko Geith, Franziska Endres*, Iris Boss
Schauspiel von Samuel D. Hunter
EURO-STUDIO Landgraf

StadtTheater Lahr Der Graf von Monte Christo

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05.02.2025, 20:00 Uhr

Parktheater
Kaiserstraße 107
77933 Lahr
07821/950210

Vielfach verfilmt hat man diese Geschichte als Schauspiel auf der Theaterbühne bisher kaum gesehen. Es ist also höchste Zeit!

„Der Mensch ist nicht geschaffen um glücklich zu sein“
Was für ein Titel! Mehr ist in der Weltliteratur kaum möglich. Alexandre Dumas zwischen 1844 und 1846 als Fortsetzungsroman für die Zeitschrift „Le Journal des débats“ erschienene Geschichte des Seefahrers Edmond Dantès, der später als Graf von Monte Christo zum Racheengel in eigener Sache wird, erzielt bis heute weltweit ungeahnte Erfolge. Sogar der Name einer der berühmtesten kubanischen Zigarrenmarken geht auf Dumas literarische Großtat zurück: Den Tabakblättern rollenden Arbeiterinnen und Arbeitern wurde während der Arbeit vorgelesen und „Der Graf von Monte Christo“ war eine der beliebtesten Geschichten. Vermutlich hat es auch daran gelegen haben, dass sich ein einzelner im nachnapoleonischen Frankreich der 1830er Jahre aus seiner persönlichen Hölle befreit und gegen das ihm angetane, himmelschreiende Unrecht zu Felde zieht. Der als geheimnisvoll- mondäner, mit scheinbar unendlichem Reichtum ausgestatteter Graf von Monte Christo nach Frankreich zurückkehrende Edmond, trifft auf eine bigott-libidinöse, selbstbereichernde Upper Class, die er mit brillant-bösartiger Intelligenz verführt, narrt und schließlich in den Abgrund stürzt.

Vielfach verfilmt und bereits als großes Musical umgesetzt, hat man diese Geschichte als Schauspiel auf der Theaterbühne bisher kaum gesehen. Schon gar nicht als Gastspiel auf Theatertournee. Es ist also höchste Zeit!
Dumas behandelt in seinem Roman große Themen, die uns heute genauso angehen wie damals: Repression und Willkür, Kritik an der Überfluss-Gesellschaft und die Mechanismen kollektiver Verdrängung. Gerade jetzt, in einer Zeit der großen Ungewissheit, bringen wir eine Geschichte auf die Bühne, die von absoluter Entschlossenheit, Willensstärke, Einsamkeit, Ethos und großer Liebe erzählt. Und wer unsere Theaterarbeit kennt, weiß, dass dies mit Fantasie und den vielfältigen, assoziativen Mitteln des Theaters
geschieht. Eine große Herausforderung, der wir uns mit größtmöglicher Theaterlust stellen.

Regie: Thomas Luft
theaterlust produktions GmbH

StadtTheater Lahr Status Quo

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11.03.2025, 20:00 Uhr

Parktheater
Kaiserstraße 107
77933 Lahr
07821/950210

Travestie des Patriachats oder: Der Mann in der Höhle der Löwinnen
Schauspiel von Maja Zade

Harte Zeiten für Männer – besonders, wenn sie jung, attraktiv und auf Jobsuche sind. In einer Gesellschaft für Alphaweibchen und Krankenbrüder, die das Wort „man“ eliminiert und in der „frau“ das Sagen hat, wird Florian exemplarisch zum Objekt der Begierde und Diskriminierung – im Beruflichen wie im Privaten.

Von seinem Vorgesetzen wird er ungefragt „Flo“ genannt und erlebt als Berufsanfänger die Absurdität eines Machtgefälles, an das wir uns schon längst gewöhnt haben: Als Neueinsteiger in einem Immobilienbüro ist er der Distanzlosigkeit seiner Chefin ausgesetzt. Als Azubi in einer Drogerie muss er sich mit seiner übergriffigen Filialleiterin auseinandersetzen und als Schauspielanfänger wird er als leidenschaftliches Sexhäschen besetzt.
Zuhause erwartet dann noch der Haushalt auf ihn, den seine Frau als Ernährerin nicht mehr unterbringen kann und die sich auch noch sehnlichst ein Kind wünscht.

Durch die Umkehrung der realen Machtverhältnisse macht „Status Quo“ die Mechanismen der Ungleichheit in einer ebenso bissigen wie humorvollen Satire sichtbar. Durch pointierte Dialoge und aufschlussreiche Szenen wird Maja Zades Gesellschaftsanalyse zur scharfsinnigen Komödie.

StadtTheater Lahr Das Schönste kommt zum Schluss

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08.04.2025, 20:00 Uhr

Parktheater
Kaiserstraße 107
77933 Lahr
07821/950210

Gemeinsam ist Alzheimer schöner
Peter Turrinis Meisterwerk
Eine wunderbar heitere und leichte Liebesgeschichte

Wenn jemand eine Liebesgeschichte rund um das Thema Altersdemenz mit eben soviel Respekt wie Humor und vor allem mit großer Menschlichkeit und Wärme auf die Bühne zu bringen vermag, dann ist es der österreichische Star-Autor Peter Turrini. Mit „Das Beste kommt zum Schluss“ ist ihm ein Meisterwerk gelungen.
Er und Sie haben ihr Leben miteinander verbracht. Jetzt sitzen sie gemeinsam in einer Seniorenresidenz, doch eine dritte Gestalt hat sich dazu gesellt: Alzheimer. Sie erinnern sich an die Szenen Ihrer Ehe, oder vielmehr: sie durchleben sie. Und es ist ganz erstaunlich viel präsent von einem bunten, erfüllten Leben. Glücksmomente, Verletzungen, Höhenflüge, Abgründe. Alles ein Augenblick. Auch wenn die beiden immer vergesslicher werden, einander Dinge vorwerfen, die sie gar nicht miteinander erlebt haben, weil sich die Erinnerung mehr und mehr verfälscht. Könnten diese zwei Alten noch einmal von vorne anfangen, sich schüchtern ineinander verlieben, als wären sie einander noch nie begegnet?
Man kann letztlich immer nur den Augenblick, den einen kurzen Moment, leben – so wie die beiden auf der Bühne.
Angela Roy und Peter Kremer machen dieses großartige Stück zu einem unvergesslichen Theatererlebnis.

StadtTheater Lahr Così fan Tutte - Oper

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06.05.2025, 20:00 Uhr

Parktheater
Kaiserstraße 107
77933 Lahr
07821/950210

Oper von Wolfgang Amadeus von Mozart
Libretto von Lorenzo Da Ponte
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Städteoper Südwest

Wetten, dass …? Da leben die Schwestern Fiordiligi und Dorabella glücklich und zufrieden mit ihren geliebten Offizieren Ferrando und Guglielmo, und dann kommt der skeptische Don Alfonso und bringt alles durcheinander. Ferrando und Guglielmo glauben an die Treue ihrer beiden Freundinnen, doch Don Alfonso zweifelt daran und schlägt eine Wette vor: Er erzählt den Schwestern, dass ihre Männer in den Krieg ziehen mussten, doch heimlich verkleiden sich Ferrando und Guglielmo, um so jeweils die Frau des anderen zu umgarnen und auf die Probe zu stellen. Zunächst halten sich die Frauen wacker, doch die Männer werden immer aufdringlicher, drohen mit Selbstmord, wenn die Liebe nicht erwidert würde, und dann ist da auch noch das Hausmädchen Despina, die wiederum an der Treue von Soldaten zweifelt und Treue generell für überbewertet hält. Die Frauen werden ,schwach‘ und wollen die neuen Liebhaber heiraten. Kurz danach wird der Schwindel aufgedeckt: Alle sind ein bisschen verdutzt, aber nehmen es mit Humor – wieder was über die Liebe gelernt.

Der vollständige Titel dieser bekannten Oper von Wolfgang Amadeus Mozart lautet „Così fan tutte ossia La scuola degli amanti“, also: „So machen es alle oder Die Schule der Liebenden“. Mit „alle“ sind in dem Fall mit der weiblichen Form „tutte“ ausschließlich die Frauen und mit „so“, also „così“, die Untreue gemeint. Statt Mozart und seinem Librettisten Lorenzo Da Ponte aber Sexismus zu unterstellen, muss man natürlich Mozarts andere Opern mit den vielen untreuen Männerfiguren im Hinterkopf haben und darf Mozarts übliches Augenzwinkern nicht vergessen. Es ist eine Komödie durch und durch – und wer weiß, ob die Frauen die Charade nicht im Grunde die ganze Zeit durchschauen und nur mitspielen? Obwohl das Werk erst nach Mozarts Tod so erfolgreich wie „Le nozze di Figaro“ oder „Don Giovanni“ wurde, hieß es in einer Kritik zur Uraufführung 1790: „Von der Musik ist, glaub ich, alles gesagt, dass sie von Mozart ist.“ Mozart sprach schon damals für sich.