Ausstellung Waydelich
© Christophe Hamm

Raymond E. Waydelich

Objekte und Radierungen

Ausstellungsdauer: Sonntag, 18. März, bis Sonntag, 22. April 2018

Eröffnung:
Sonntag, 18. März 2018, um 11:00 Uhr, Städtische Galerie, Altes Rathaus

Waydelich signiert gelegentlich mit «R.E. Waydelich, Marchand de Bonheur et Archéologue du Futur. Ein Händler des Glücks und Archäologe der Zukunft.» Seine Bilderwelt ist stets humorvoll und spielt im Elsass oder Baden, auf Kreta oder in Afrika. In so genannten «Memory Paintings» finden wir seine typischen realexistierenden Wesen: blaue Krokodile, Katzen, schwarze Raben und Schweine. Auch Zwitterwesen, halb Mensch, halb Tier, bevölkern sein Werk.

 

Sprechende und fliegende Tiere äußern ihre Gedanken in Worten wie: «I love you», «Good Morning Afrika», «Deutschland mein Gott ist das schön» sagt ein rotes Wildschwein, das zwischen einem Flugzeug, einem Fisch und kleinen menschlichen Wesen am Sternenhimmel über eine idyllische Berglandschaft fliegt. Auch seine menschlichen Figuren lässt er in den Bildern sprechen: «life is but a dream» und oft rufen sie «help».

 

Die künstlerischen Techniken seiner farbenfrohen, witzig-skurrilen und humorvollen Grafiken reichen von der Zeichnung, dem Aquarell, der Lithographie, der Radierung, der Monotypie bis zu Übermalungen vorgefundener Objekte. Das umfangreiche Werk Waydelichs umfasst jedoch auch Plastiken und Skulpturen aus Keramik und Bronze, Assemblagen, Papierarbeiten sowie Performances.

 

Der Künstler

Raymond E. Waydelich, 1938 in Straßburg geboren, gehört zu den bekanntesten Künstlern Frankreichs. Seine Werke befinden sich weltweit in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen. Er ist leidenschaftlicher Sammler und Erzähler.

 

Geschichtsträchtige Alltagsgegenstände faszinieren ihn. So entdeckt er auf einem Dachboden ein Tagebuch und Erinnerungsstücke der 1876 geborenen Straßburger Näherin Lydia Jacob, die als imaginierte Person und Muse ihn und sein künstlerisches Werk begleitet und prägt. 1986 präsentierte das Musée des Beaux-Arts in Mülhausen die «Lydia Jacob Story» und im gleichen Jahr veranstaltete das Centre National des Arts Plastiques unter dem Titel «Rencontre avec Lydia Jacob» eine fingierte «Rekonstruktion» ihres Lebens. Mit seiner Arbeit «Caveau pour le Futur, 3790 après Jésu Christe» war Waydelich auf der 10. Documenta in Kassel vertreten. Mit dieser «Archeologie der Zukunft» möchte Waydelich Spuren unserer Gegenwart für kommende Generationen bewahren.

 

Hier finden Sie die Öffnungszeiten der Städtischen Galerie.