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© Jürgen Knubben

Kunst in die Stadt! Jürgen Knubben

Jürgen Knubben, Lineatur XX, 2020n WV 524
Lineatur XX, 2020n WV 524
Quelle: JÜrgen Knubben
Ausstellung von Samstag, 14. Mai, bis Sonntag, 12. Juni 2022, in der städtischen Galerie.

„Jürgen Knubben zählt zu den führenden Bildhauern im Land Baden-Württemberg und weit darüber hinaus. In seinen Arbeiten gehen Mathematik und Philosophie, Theologie und Ästhetik eine komplexe Verbindung ein. Sein Formenschatz erscheint als „Elementarkasten der Welt“ (Dr. Herbert Köhler ).

In der skulpturalen Arbeit von Jürgen Knubben ist schon immer eine vitale Dialektik eingeschrieben: die Gegensätzlichkeit von Konstruktion und Inspiration, von Singularität und Ensemble, von Anorganischem und Organischem, von Statik und Dynamik, von Form und Auflösung, kurz: von Leben und Tod. Knubben legt dieses  Spannungsverhältnis in Stahl an, dessen sprichwörtliche Härte vom Rost, der sanften Kraft der Oxidation, unterlaufen wird.

Die Reduktion auf Wesentliches ist ein Grundzug der künstlerischen Arbeit von Jürgen Knubben. Sie dient der Schärfung der Wahrnehmung gegenüber der Reizüberflutung im heutigen Alltag. Knubbens Objekte sind ohne Details und weitgehend frei von individuellen Zügen. Sie werden zu Elementen eines zwischen gegebener Wirklichkeit und vorstellbaren Möglichkeiten weitgespannten Reflexionshorizonts. Als Bausteine ohne bestimmte Eigenschaften, die sich einer Festlegung entziehen, stehen sie für eine innere Haltung zu unserer in stetem Wandel begriffenen Welt: es besteht kein Grund, das Gegebene als Unumstößlich hinnehmen zu müssen, denn es geht immer auch anders. „Wir Menschen sind frei“, scheinen einem die Skulpturenanordnungen sagen zu wollen. Sie wirken suggestiv auf die Vorstellungskraft und wecken die Lust an der achtsamen Gestaltung dieser Welt. Die Botschaft dieser Kunst ist positiv und zupackend.

Öffnungszeiten der Städtischen Galerie