Alles fließt

Skulpturen Corten-Stahl
© © Dominique Vérité - Doris Hurst - Dominique Vérité

Robert Schad

In der Ausstellungsreihe "Kunst in die Stadt!" sind ab Samstag, 16. Mai 2020, Skulpturen von Robert Schad in der Lahrer Innenstadt sowie in der Städtischen Galerie zu sehen.

Robert Schads skulpturale Formen entwickeln sich aus der Zeichnung. Zeichnungen, die aus dem Gefühl entstehen und die seine eigene emotionale Befindlichkeit ausdrücken, wobei die Linie zentrales Thema ist. Die Linie zwischen Geburt und Tod verkörpert Zeit. Dreidimensional in den Raum wachsende Linien geben die Emotion des Künstlers zu einem bestimmten Zeitabschnitt seiner Biografie wieder. Obwohl aus massiven Vierkantstahlbarren unterschiedlicher Länge zusammengefügt und verschweißt, scheinen Schads tonnenschwere Skulpturen schwerelos im Raum zu schweben. Sie breiten sich horizontal oder vertikal aus und die rostrote Farbe des massiven Vierkantstahls fügt sich sowohl in der Natur als auch im urbanen Umfeld harmonisch ein. Die Handschrift des Künstlers ist unverwechselbar. Seine Skulpturen, die weltweit eine einzigartige künstlerische Position besetzen, treten tanzend in den Dialog mit ihrer Umgebung, überragen oft ausgewachsene Bäume und messen sich mit Fassaden von Gebäuden während sie den Betrachter zu eigenen Assoziationen auffordern. Robert Schad hierzu: „Mein Anspruch ist es, denjenigen, die der Skulptur begegnen, einen Impuls zu geben, um sich auf die Reise in ihre ureigene Assoziationswelt aufzumachen.“

In einem Gespräch mit Werner Meyer, Kunsthalle Göppingen, im Februar 2016 sagt Robert Schad: „Mir geht es um den Ausdruck der linearen Energie im Raum. Unser Leben verläuft wie eine Linie von der Geburt bis zum Tod. Ihr Verlauf ist manchmal heftiger, manchmal ruhig, am Ende wird sie ganz still sein. Für mich ist die Linie ein existenzielles Mittel der Gestaltung. Sie hat intensiv zu tun mit meiner Existenz, mit meinem Körper und meinem konkreten Dasein.“

Robert Schad lebt und arbeitet in Larians, Frankreich und Chamosinhos, Portugal. Der Künstler gilt als einer der renommiertesten Vertreter zeitgenössischen Kunstschaffens. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise und zeigte seine Arbeiten in nationalen und internationalen musealen Einzelausstellungen.

Nach groß angelegten Ausstellungsprojekten im öffentlichen Raum in der Bretagne, in Portugal und in den Städten Metz und Saarlouis zeigt Schad 2019/20 60 zum Teil monumentale Skulpturen an 40 Orten in seiner Heimatregion Oberschwaben unter dem Titel: „Von Ort zu Ort“.

www.robertschad.eu

www.schad-oberschwaben-skulptur.de